Analyse

Die wichtigsten Spotify-Subdomains im Überblick

von Lucas Deimann

Wann machen Subdomains für Unternehmen Sinn?

Subdomains, auch unter der Bezeichnung Third-Level-Domains bekannt, ermöglichen es Unternehmen, spezifische Inhalte von der eigenen Hauptwebseite abzutrennen. Sinnvoll ist das insbesondere im Bereich Suchmaschinenranking. Gängige Suchmaschinenriesen wie zum Beispiel Google werten Third-Level Domains als eigenständige Inhalte, die keinerlei Bezug zur Hauptwebseite aufweisen. Genau deshalb können Subdomains eine elegante Methode darstellen, mehr als zwei der von Google zugelassenen Treffer in den Suchmaschinenergebnissen zu erzielen.

 Für Unternehmen, die einen führenden Expertenstatus in einem Bereich anstreben, die nicht zwingend zum eigenen Kerngeschäft zählt, kann es ebenfalls zielführend sein, mehrere Subdomains einzurichten. Im digitalen Unternehmensalltag werden Third-Level-Domains häufig dafür verwendet, einen Online-Shop, einen Blog oder einen speziellen Service von der zentralen Webseite abzutrennen. Darüber hinaus werden Subdomains gerne eingerichtet, um die eigene Webseite in mehreren unterschiedlichen Sprachen anzubieten.

Große Online-Unternehmen und Streaming-Anbieter wie etwa Spotify setzen auf Third-Level-Domains, um Inhalte von der Hauptseite zu trennen, die nicht unbedingt etwas mit dem zentralen Geschäftsmodell des Unternehmens zu tun haben. Die wichtigsten Spotify-Subdomains haben wir für Sie zusammengestellt:

artists.spotify.com

Auf einer eigenen Subdomain bietet Spotify seinen Künstlerinnen und Künstlern die Tools an, die bei der Entwicklung der eigenen Fanbase und Karriere helfen und die Artists dabei unterstützen, ihre Songs bekannter zu machen. Dabei wird darauf eingegangen, was beim Pitch des neuen Songs beachtet werden muss, damit die Chancen erhöht werden, um in bekannte Playlists aufgenommen zu werden. Darüber hinaus können Künstlerinnen und Künstler auf dieser Third-Level-Domain erfahren, wie man gezielt das Hörverhalten der eigenen Nutzerinnen und Nutzer analysiert, welche Songs auf der Plattform am besten performen und wann der optimale Zeitpunkt für den nächsten Song-Release gekommen ist.

investors.spotify.com

Der Musikstreaming-Dienst betreibt eine eigene Subdomain, die Investorinnen und Investoren Spotify als Investitionsmöglichkeit schmackhaft machen soll. Neben einer gesonderten Kontaktmöglichkeit für Geschäftskundinnen und -Kunden bietet Spotify detaillierte Veröffentlichung von Geschäfts- und Jahresberichten sowie einer Vorstellung der Führungsebene des Unternehmens. Ein eigener Reiter der Third-Level-Domain informiert über anstehende Events, bei denen der Kontakt zu führenden Persönlichkeiten von Spotify möglich ist.

carthing.spotify.com

Als „Car Thing“ bezeichnet Spotify einen eigens entwickelten Smart Player, der die Bedienung unterwegs im Auto perfektionieren soll. Das Gerät verfügt über Sprachsteuerung, einen Drehregler und Shortcut-Buttons, die es erlauben, mit einem einzigen Klick direkt zu den eigenen Favoriten, einer bestimmten Playlists oder der aktuellen Folge eines Podcasts zu gelangen. Derzeit ist das Gerät nur in den USA erhältlich und kostet 80 US-Dollar.

podcasters.spotify.com

Insgesamt sind derzeit zwei Millionen Podcasts auf Spotify verfügbar. Die Podcast-Hörerinnen und-Hörer haben sich seit dem Beginn der Podcasts auf Spotify im Jahr 2019 verdoppelt. Der Musik-Streamingdienst erklärt Anbieterinnen und Anbieter von Podcasts im Rahmen einer eigenen Third-Level-Domain wie es gelingt, den eigenen Podcast auf der Plattform zu verbreiten, welche Tools sich besonders gut für Aufzeichnungen und Verarbeitung eignen und wie Podcast-Anbieterinnen und -Anbieter wertvolle Nutzungsdaten erheben können. Ebenfalls thematisiert werden die Richtlinien, denen die Podcasts entsprechen müssen, um auf Spotify veröffentlicht werden zu dürfen.

ads.spotify.com

Wie alle relevanten Social-Media- und Streaming Anbieter basiert auch Spotifys Geschäftsmodell zum Teil auf dem Verkauf von maßgeschneiderten Werbeanzeigen. Audio- und Video-Ads erreichen vor allem Nutzerinnen und Nutzer der gratis-Version von Spotify. Immer beliebter hingegen werden Podcasts-Ads, die gratis- und Premium-Nutzerinnen und Nutzer vorgespielt werden. Sie erlauben es Unternehmen Brand-Building zu betreiben und das Engagement mit den Userinnen und Usern zu erhöhen. Weniger bekannt, allerdings von immer mehr Unternehmen als gratis Content-Marketing Maßnahme geschätzt, ist die Erstellung von Corporate-Playlists denen wir uns in einem eigenen Artikel gewidmet haben.