Strategie

Die wichtigsten Amazon-Subdomains im Überblick

von Lucas Deimann

Wir beschäftigen uns in unserer Serie „Die wichtigsten Social Media Subdomains im Überblick“ mit den Subdomains großer IT, Online- und Social Media Unternehmen. Im achten Teil geht es um die relevantesten Third-Level-Domains des Online-Riesen Amazon.

Warum Unternehmen auf Subdomains setzen

Subdomains, die auch unter der Bezeichnung Third-Level-Domains bekannt sind, werden von Unternehmen verwendet, um ausgewählten Content von der Hauptseite abzutrennen. Die Abtrennung der spezifischen Inhalte hat nicht nur Auswirkungen auf technischer Seite, sondern beeinflusst maßgeblich den Prozess des Rankings bei gängigen Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo und Co. Third-Level-Domains erlauben es Unternehmen nämlich, in Bereichen abseits ihres Kerngeschäftes digitale Expertise vorzuweisen und mehrfache Treffer in den Suchmaschinenergebnissen zu erzielen. Unternehmen können so mehr als die von Google erlaubten zwei Treffer pro Unternehmen erzielen.

Auf praktischer Ebene sieht man häufig, dass Unternehmen Support-Bereiche, Blogs oder Onlineshops durch die Verwendung von Subdomains von der Hauptseite abtrennen. Auch wenn Unternehmen mehrsprachige Websites veröffentlichen oder eine separate mobile Website erstellen, sieht man häufig den Rückgriff auf Third-Level-Domains.

Internetgiganten wie zum Beispiel Amazon verfolgen die grundlegende Strategie, durch unterschiedliche Subdomains bestimmte Inhalte von der Hauptseite abzugrenzen, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig mit dem Kerngeschäft zu tun haben. Wir haben uns die relevantesten Amazon-Subdomains näher angesehen und eine Liste mit den bedeutsamsten Third-Level-Domains für Sie zusammengestellt:

music.amazon.com

Im Jahr 2007 startete Amazon seinen eigenen Musikstreaming-Dienst namens Amazon Music. Genau wie die Konkurrenz aus dem Hause Spotify setzt Amazon hierbei auf ein Freemium-Modell, das aber die Kundenstämme noch weiter auseinandergliedert: Prime-Kundinnen und Kunden haben Zugriff auf eine Vielzahl an gratis Songs, Radiosender und Podcasts. Wer allerdings vollen Zugriff (ähnlich wie Spotify-Premium) erhalten möchte, muss monatlich dafür bezahlen. Seit Kurzem startete Amazon Music HD, das Musiktracks in besonders hoher Klangqualität anbietet (bis zu 3730 kbps =besser als CD Qualität).

sell.amazon.com

Amazon bietet Verkäuferinnen und Verkäufer mit einer eigenen Subdomain detaillierte Informationen rund um die Themen Online-Shops und Möglichkeiten, seine Produkte bei Amazon anzubieten. Schritt für Schritt werden die Schritte vorgestellt, die notwendig sind, um Amazon-Partnerin oder Partner zu werden. Die Seite beinhaltet darüber hinaus einen eigenen „Lernbereich“, in dem Verkäuferinnen und Verkäufer sich durch Blogartikel und Tutorial-Videos eigenständig grundlegendes Wissen über E-Commerce-Themen (zB: Dropshipping, Fullfillment by Amazon…) aufbauen können.

partnernet-amazon.de

Eine eigene Third-Level-Domain widmet Amazon seinem Affiliate-Marketing-Programm. Content-Creator und Blogger können Geld verdienen, indem sie Produkte von Amazon über Partner-Links auf ihrer Webseite anbieten. Für sogenannte Influencerinnen und Influencer bietet Amazon seit geraumer Zeit ein eigenes Programm, wobei hier Creatorinnen und Creator die notwendigen Tools erhalten sollen, Amazon Produkte ihrem Publikum schmackhaft zu machen oder eigene Inhalte für individuelle Amazon-Seiten zu erstellen.

merch.amazon.com

Amazon ist heutzutage wesentlich mehr als ein simpler Online-Shop. Die Infrastruktur und Logistik des Online-Riesen erlauben es sich als Plattform zu verkaufen, von der aus Millionen von Kundinnen und Kunden erreicht werden können. Auch für Verkäufer ohne diese Reichweite. Die ursprüngliche Idee hinter Amazon Merch war es, dass kleinere Software- und Spieleentwicklerinnen ihr eigenes Merchandise ohne selbst dabei großen Aufwand zu haben über Amazon vertreiben können. Mittlerweile ist Merch by Amazon nicht nur in den USA, sondern auch in Europa unter den größten Playern im Bereich der Merchandisingprodukte vertreten.

smile.amazon.com

Wer über smile.amazon.com einkauft spendet automatisch einen kleinen Betrag der ausgegebenen Summe (0,5%) an eine gemeinnützige Organisation. Und das Ganze ohne, dass Kundinnen und Kunden dabei Mehrkosten entstehen. Oder doch nicht? Verbraucherschützer fanden bei Testkäufen heraus, dass es für Geräte, die über Amazon Smile vertrieben wurden, deutlich günstigere Alternativen bei anderen Online-Händlern gab. Hier ein Beispiel: Von einem 1200€ teuren TV-Gerät erhielt die ausgewählte Organisation schließlich sechs Euro. Das Problem: Bei anderen Händlern gab es das Gerät bereits um 200€ billiger. Online gezielt Preise vergleichen und selbstständig an die gemeinnützige Organisation seiner Wahl zu spenden ist deshalb sicherlich sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für die Vereine nachhaltiger.