Analyse

Die wichtigsten Apple-Subdomains im Überblick

von Lucas Deimann

Wir beschäftigen uns in unserer Serie „Die wichtigsten Social Media Subdomains im Überblick“ mit den Subdomains großer IT, Online- und Social Media Unternehmen. Heute beschäftigen wir uns mit einem der umsatzstärksten Unternehmen weltweit: Dem Hard- und Softwarehersteller Apple.

Warum Unternehmen auf Subdomains setzen

Subdomains, auch als Third-Level-Domains bekannt werden dann gerne verwendet, wenn Unternehmen bestimmte Inhalte von ihrer Hauptseite trennen möchten. Die Registrierung von Subdomains hat Auswirkungen auf die technische Struktur von Webseiten. Besonders beliebt ist die Verwendung von Third-Level-Domains aber dann, wenn es das Ziel eines Unternehmens ist, möglichst viele Treffer in den Ergebnissen der bekannten Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo und Co. zu erzielen. Da Subdomains nicht als Seiten ein und desselben Betreibers gewertet werden, ist es möglich, mehr als die zwei erlaubten Treffer in den Suchmaschinenergebnissen zu erzielen.

In der Praxis begegnet man häufig Blogs, Onlineshop oder Supportbereiche eines Unternehmens, die durch Subdomains ausgelagert und dadurch von der Hauptseite getrennt wurden. Ebenfalls gängig sind separate mobile Auftritte einer Webseite oder Versionen in anderen Sprachen als der Hauptsprache der Seite.

Branchenriesen wie der US-amerikanische Hard- und Softwarehersteller Apple wollen durch die Verwendung von Third-Level-Domains bestimmte Teile ihre Hauptseiten abtrennen, die nicht unbedingt zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören. Ziel dieser Unternehmen ist es, durch eine Vielfalt an Suchbegriffen in den Ergebnissen von Google und Co. zu erscheinen und bestimmte Nischen zu besetzen, in denen die Unternehmen einen Expertenstatus besetzen. Wir haben uns die relevantesten Apple-Subdomains näher angesehen und eine Liste mit den bedeutsamsten Third-Level-Domains für Sie zusammengestellt.

business.apple.com

Apple widmet seinem im Frühling 2018 veröffentlichten Business-Manager eine eigene Subdomain. Hauptfunktion des Business-Managers ist die Unterstützung der IT im Bereich des Mobile-Device-Managements. Hier können Unternehmerinnen und Unternehmer Apple-Geräte, mobile Apps und unterschiedliche Apple-IDs der eigenen Organisation verwalten. Das Online-Portal bietet die Möglichkeit auf schnellem Wege Apple-Geräte wie iPhones und MacBooks zu registrieren und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zugang zu bestimmten Services zu bieten. Organisationen erhalten mit dem Business-Manager außerdem ein hilfreiches Tool, um unternehmenseigene Apps ohne den Umweg über den offiziellen App-Store bereitzustellen. Mit nur wenigen Klicks können bestimmte Apps und Bücher aus dem Store gekauft und für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitgestellt werden. Kritisiert wird Apples Business-Manager vor allem für die unfaire Verteilung von Vergünstigungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Personen, die im Einzelhandel tätig sind, erhalten nämlich nur einen Bruchteil von den Goodies, die Kolleginnen und Kollegen erhalten, die im B2B-Bereich arbeiten.

developer.apple.com

Apple widmet den Entwicklerinnen und Entwicklern für Software für iPhone, MacBook, iWatch und Co. eine eigene Subdomain, auf der sämtliche notwendigen Informationen aufbereitet werden. Obwohl es gerade im Entwicklerbereich viele Menschen geben dürfte, die gut Englisch können, verwundert es, dass Apple die Anmeldung zum Developer-Programm nur in englischer Sprache anbietet. Apple präsentiert auf der Subdomain unterschiedliche Angebote für Entwicklerinnen und Entwickler, je nachdem ob es sich um Einzelpersonen, Unternehmen, Organisationen oder Regierungsbehörden handelt. Um sich überhaupt registrieren zu können, ist ein Kreditkartenkonto, Internetzugang und im Idealfall Vorabinformationen über die eigene Branche im App-Store Voraussetzung. Um Apps im App-Store veröffentlichen zu können, muss eine Mitgliedschaft für 99$ jährlich abgeschlossen werden.

tv.apple.com

Apple TV+ ist die Antwort des Hard- und Softwareherstellers auf die Videostreaminganbieter Netflix und Amazon Video. Der seit November 2019 verfügbare Dienst setzt im Unterschied zu seinen Mitbewerbern hauptsächlich auf eigens produzierte Spielfilme und Serien. Um ein ausreichendes Angebot zu gewährleisten und Neukundinnen und Neukunden von einem monatlichen Abo zu überzeugen, wurden bereits Milliarden in Eigenproduktionen investiert. Apple selbst hält sich mit der Veröffentlichung der Nutzerzahlen bedeckt, Schätzungen zu Folge soll der Dienst ca. 40 Millionen Nutzerinnen und Nutzer haben. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn viele Menschen haben in letzter Zeit beim Kauf eines Apple-Produktes eine kostenlose Jahresmitgliedschaft für Apple TV+ erhalten, die im Laufe des Jahres mit einfach mit ein paar Klicks gekündigt werden kann.

searchads.apple.com

Mit den Apple Search Ads (ASA) können Marketer die Sichtbarkeit ihrer App in Apples App-Store deutlich erhöhen. Es handelt sich um Werbeanzeigen für spezifische Apps, die erscheinen, wenn Nutzerinnen und Nutzer nach bestimmten Suchbegriffen in Apples App-Store suchen. Die einzelnen Suchbegriffe werden versteigert und Höchstbieterinnen und Höchstbieter bekommen die Möglichkeit, Apps ganz oben auf der Seite des App-Stores anzupreisen. Die durchschnittlichen Kosten pro Click für eine Search-Ad betragen umgerechnet ca. 0,72€, wobei die Kosten je nach Kategorie deutlich variieren. Die Kategorien Shopping und Finanzen sind mit Abstand die teuersten und pro Click müssen Unternehmerinnen und Unternehmer hier rund drei Euro investieren.

music.apple.com

Apples Antwort auf Spotify und Co. ist nach dem Marktführer der bedeutsamste Musikstreaming-Anbieter weltweit. Obwohl Apple mit dem Vertrieb von Musik bereits seit iTunes Erfahrung sammeln konnte, wurde Apple im Bereich der Musik seit 2008 von Spotify überholt, das im Bereich Streaming schnell zum Branchenriesen avancierte. Seit 2015 investiert Apple beträchtliche Summen in seinen Musikstreaming-Dienst und will sich Platz 1 von Spotify zurückerobern. Dazu fehlt dem Hard- und Softwarehersteller aber noch einiges. Zwar konnte sich Apple Music mit seinen 72 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten zu einer festen Größe etablieren. Spotify ist aber immer noch mit 130 Millionen Abonnements unumstrittener Platzhirsch im Bereich Musikstreaming. Apple kann seine altbekannten Stärken ausspielen und für ein übersichtlich designtes und intuitives Nutzererlebnis sorgen. Mit insgesamt 75 Millionen Titeln schlägt das Unternehmen aus Cupertino in diesem Bereich Spotify klar, das „nur“ 50 Millionen Titel anbietet. Kritik erntet Apple Music vor allem für seinen nicht auf individuelle Nutzerinnen und Nutzer angepassten Empfehlungsalgorithmus, der laut einigen Userinnen und User noch deutlichen Verbesserungsbedarf aufweist.

Strategische Entscheidungen datenbasiert treffen

Subdomains stellen nur eine Möglichkeit unter vielen dar, um sich im digitalen Raum strategisch zu positionieren und ganz vorne im Suchmaschinenranking zu erscheinen. sonicboom unterstützt Sie dabei Ihre strategische Positionierung datenbasiert zu treffen. Lernen Sie abzuschätzen, ob bestimmte digitale Maßnahmen zu Ihren Kommunikationszielen passen und sich für Sie lohnen. Lernen Sie auf Basis der passenden Daten die optimalen Lösungen im digitalen Raum zu finden.